Die verschiedenen Künstlerverbände Deutschlands

Die darstellenden Künste haben hierzulande einen hohen Stellenwert. Vor allem das klassische Theater hat über die Jahre nichts von seinem Reiz verloren. Doch ohne einige helfende Hände im Hintergrund wäre die Förderung und Aufrechterhaltung dieser Kunstform um einiges schwieriger.

Der Bundesverband der freien darstellenden Künste

Diese Organisation wurde 1990 als Bundesverband Freier Theater gegründet und gehört zu den größten Verbänden dieser Art in Deutschland. Diese Vereinigung ist der Dachverband der sechzehn Landesverbände und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder auf Bundesebene. Zu diesen zählen Theater- und Tanzhäuser sowie Kollektive und einzelne Schauspieler. Die Aufgaben des Bundesverbands der freien darstellenden Künste bestehen hauptsächlich in der Förderung des fachlichen Austausches, der Weiterbildung seiner Mitglieder und der Information der Öffentlichkeit.

Das Hauptaugenmerk des Verbandes liegt allerdings auf der gesellschaftlichen Anerkennung der Leistung, die darstellende Künstler erbringen. Bei den wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Theater- und Tanzhäuser bedarf es ebenfalls noch einiger Verbesserungen. Des Weiteren setzt sich der Verband für eine stärkere Einbindung der darstellenden Künste in Forschung und Ausbildung sowie der internationalen Vernetzung der Kunstszene ein.

Der Bundesverband bildender Künstler und Künstlerinnen

Auch der Bundesverband der bildenden Künstler und Künstlerinnen setzt sich auf Bundesebene für die Interessen seiner Mitglieder ein. Er ist der Dachverband der jeweiligen Landesverbände, denen zusammengefasst etwa 10.000 bildende Künstler angehören.

Der Verband wirkt ebenfalls als unpolitischer Mediator in länderübergreifenden Angelegenheiten und arbeitet eng mit anderen Künstlerverbänden und der Künstlersozialkasse zusammen.

Ferner untersucht er die gesellschaftliche Situation des Berufsstandes der bildenden Künste und arbeitet daran, dessen wirtschaftliche Lage zu verbessern.

Er beschäftigt sich ebenfalls mit aktuellen Themen, wie dem Urheberrecht in den digitalen Medien.

Die Organisation setzt sich auch für Geschlechtergerechtigkeit ein, da es in diesem Berufsstand gravierende Unterschiede hinsichtlich des Einkommens gibt. Weitere Aufgabenbereiche stellen die gezielte Förderung von Künstlerinnen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und geschlechtergerechte Präsenz in Ausstellungen dar.